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Aprilia – Sportliche italienische Ingenieurkunst

Echter Flitzer; Die Aprilia

Quelle: Flickr / jalisimo

Aprilia gehört seit langem zu den Italienischen Traditionsmarken. Bekannt wurde die Motorrad- und Rollerschmiede allerdings durch große Erfolge im professionellen Motorradrennsport. Siege von Weltstars wie Max Biaggi machten das italienische Familienunternehmen über die Grenzen des Landes hinweg weltberühmt.

Doch angefangen hat alles kurz nach dem zweiten Weltkrieg: In der kleinen italienischen Provinzstadt Noale hatte der Visionär und Radsportbegeisterte Alberto Beggio die Idee, eine Fahrradfirma zu gründen. Nach mäßigem Erfolg und auf das Drängen seine Sohnes, dem heutigen Aprilia Chef Ivano Beggio, begann er, nebenbei auch 50 ccm Rollern und Motocrossmotorräder zu entwickeln. Der Crossfahrer Ivano testete die ersten Prototypen und Modelle dann bei regionalen Rennveranstaltungen.

Als Ivano 1975 das Unternehmen übernahm strukturierte er es um und konzentriert sich seither nur noch auf den Bau qualitativ hochwertiger Roller und Motorräder. Die ersten großen Verkaufserfolge folgten prompt. Der 50er Gulliver und das sportliche Rollermodell SR 50 sorgten für hohe Nachfrage, woraufhin die Fabrik vergrößert und neue Zulieferbetriebe gesucht wurden.

Spielzeugmodell eines Motorrads

Quelle: Flickr / lord enfield

Aus einem dieser Kooperationen ging die enge Zusammenarbeit mit BMW hervor. Aus der gemeinsamen Entwicklungszeit entstammte eines der besten und leistungsstärksten Rennmotorräder seiner Zeit, die Funduro F 650. Mitte der Achtziger versuchte sich Ivano vergeblich als Möbel- und Brillenhersteller und musste nahe der Insolvenz einsehen, dass die Kernkompetenz des Unternehmens in der Produktion und Entwicklung von Zweirädern lag und liegt.

Der steigende Absatz und die große Nachfrage nach Aprilia Produkten veranlasste die Firma 1998 ein weiteres Werk in dem 30 Kilometer von Venedig entfernten Städtchen Scorze zu errichten. Modernste Montagebänder, kurze Lieferwege und gute infrastrukturelle Anbindungen ermöglichten es Aprilia, ihren Weg zum europäischen Marktführer für Motorräder weiter zu verfolgen. Seither laufen hier monatlich bis zu 1800 Zweiräder vom Band.

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