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Die Formel-1-Rennstrecke Marina Bay Street Circuit

Grand Prix von Singapur

Quelle: Flickr / Pekka Tamminen

Die Rennstrecke Marina Bay verbindet Motorsport und Aufbruchsstimmung

Erst seit dem Jahr 2008 gastiert die Formel-1-Weltmeisterschaft jährlich auf dem Marina Bay Street Circuit, auf dem der Große Preis von Singapur ausgetragen wird. Dieses Rennen ist für Fahrer und Fans gleichermaßen herausragend, da es einige neue Elemente hat, die im Formel-1-Rennkalender sonst nirgends zu finden sind:

Das erste Nachtrennen der Formel 1

Marina Bay Street Circuit

Quelle: Flickr / anthonycramp

Der Marina Bay Street Circuit als eine Mischung aus Stadtkurs und echter Rennstrecke liegt direkt an der Marina Bay und damit auch neben bedeutenden Sehenswürdigkeiten und der Skyline von Singapur. Diese Strecke lebt sehr stark von den Beschleunigungen auf den langen Hochgeschwindigkeitsgeraden und dem plötzlichen Abbremsen bei engen, stadtähnlichen Kurven. Nicht ohne Grund vergleichen die Fernsehmoderatoren diese Strecke sehr häufig mit Monaco. Allerdings ist die Skyline von Singapur viel beeindruckender, so dass hier die Frage nahe liegt: Sollte ähnlich wie beim Fahrradrennen der Tour de France das Sportereignis und die umgebende Landschaft eine Symbiose während der Übertragung eingehen? Genau dies ist geschehen: Der Marina Bay Street Circuit wird während des Rennens und nach Einbruch der Dunkelheit nicht nur in gleißendes Licht getaucht, die aufstrebende Stadt Singapur bietet zudem eine beeindruckende Kulisse.

Der Marina Bay Street Circuit im Detail

Das Rennen beginnt am östlichsten Teil an der Start- und Zielgerade, auf der gleichzeitig auch die Boxengasse sowie der Paddock Club beheimatet ist. Von Start und Ziel sind es nur wenige hundert Meter bis zur ersten Kurve, die fast 90 Grad nach links abbiegt und eine erste Herausforderung für die Fahrer darstellt. Hier wird sich das Feld neu sortieren und es wird sich auch zeigen: Wer liegt mit der Startstrategie richtig und wer bleibt sozusagen im Verkehr stecken. Danach folgt eine Rechts-Links-Kombination auf den Republic Bouvelard. Obwohl die Formel-1-Boliden hier schon eine beeindruckende Geschwindigkeit aufnehmen, werden die höheren Geschwindigkeiten erst auf dem Raffles Boulevard erreicht, der am Centennial Tower, dem Pan Pacific Singapur Wolkenkratzer und mit der 90 Grad Kurve 7 nach links findet. Die Piloten erreichen in diesem Teil vom Marina Bay Street Circuit hohe Geschwindigkeiten. Der richtige Bremspunkt ist hier das A&O. Kurz danach wird Kurve 10 erreicht und nach einer kurzen Gerade biegt der Marina Bay Street Circuit zurück in Richtung Marina Bay und führt am “Theatre of the Bay” zurück zum Stadion. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn Beschleunigungsabschnitte und Kurven wechseln sich ab. In diesem letzten Drittel des Kurses gibt es keine lange Hochgeschwindigkeitsgerade, so dass die Anforderungen an Fahrer, Getriebe und Bremsen enorm sind. Nach der Kurvenkombination zwichen Kurve 18 bis 21 fährt der Marina Bay Street Circuit zurück zu den Tribünen der Start- und Zielgerade, wo die Bolliden Schwung für die nächste Runde holen – oder aber in die Boxengasse abbiegen.

Der Marina Bay Street Circuit ist eine Strecke für Allrounder

Im Sinne des Rennsportes ist der Marina Bay Street Circuit eine der interessantesten Strecken. Die noch junge, fünfjährige Geschichte hat vier unterschiedliche Siegerteams gesehen. Red Bull Racing gewann auf dem Marina Street Circuit bereits zwei Mal. Je einen Sieg auf dem Marina Bay Street Circuit konnten bisher die Teams von Ferrari, McLaren-Mercedes und Renault verbuchen. Unvergessen dürfte auch die Tankstrategie von Silvio Briatore sein, der durch Nicht-Tanken eine Safety Car-Phase provozierte und seinem Fahrer einen größeren Vorsprung sicherte. Auch dieses Jahr wird es ein spannender Nachmittag auf dem Marina Bay Street Circuit.

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