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Weiblicher Nachwuchs für Team Red Bull

Schon längst mehr als ein Kaltgetränk - Red Bull Racing erobert die Sportwelt

Quelle: Flickr / luc legay

Das Team Red Bull holte sich zu dieser Saison Frauenpower in den Junior-Rennkader. Erstmals in der Geschichte des Teams ist nun eine Fahrerin unter Vertrag genommen worden. Die Niederländerin Beitske Visser ist schon seit ihrem fünften Lebensjahr im Kartsport aktiv – sie entdeckte ihre Liebe zu den Pferdestärken also entsprechend früh. Sie arbeitete hart, fuhr mit nur sieben Jahren ihren ersten Wettkampf, um sich heute, nunmehr 11 Jahre nach ihrem Renndebut, in professionellen Ligen zu etablieren.

Visser Überzeugt auf der Überholspur

Frauenpower für das Red Bull Junior Racing Team

Quelle: Flickt / CM | Photography

Erst vor kurzen äußerte sich Red Bull Teamchef kritisch gegenüber der Amerikanerin Danica Patrick – eine Hoffnungsträgerin für den weiblichen Rennsport, deren Leistungen jedoch für die Nachwuchsschmiede von Red Bull nicht ausreichten. Umso überraschender kam der Vertrag mit Visser zwei Monate danach. Aufmerksam wurde das Team auf die Fahrerin im Rahmen der Formel GT ADAC Masters. Visser fuhr dort 2012 ihre erste Saison. Und das sehr erfolgreich: zwei Saisonsiege und achte in der Gesamtrangliste rückten sie in den Interessenfokus. Und eigentlich wäre hier noch einiges mehr drin gewesen, jedoch verletzte sie sich bei einem Unfall in Zandvoort, dem zweiten Rennen der Saison, bereits beim Qualifying und musste behandelt werden. Unter Schmerzmittel und schwer verletzt – was sich jedoch erst im Nachhinein herausstellte – fuhr und gewann die Fahrerin noch das dritte Rennen des Wochenendes. Das brachte der heute 18-jährigen nicht nur unter den Kollegen hohen Respekt ein, auch das Red Bull Junior Racing Team ließ das Talent nicht vorbeiziehen. Nur wenige schaffen den Absprung in eines der Profi-Teams und umso stolzer kann die Visser auf ihre Leistung sein. Hoffen wir mal, dass sie in Zukunft auch in der Königsklasse in einem Red Bull Rennboliden zu sehen ist, auch wenn es bis dahin noch ein sehr weiter weg ist.

Die Formel GT ADAC Masters mit zunehmender Weiblichkeit

Die laufende Saison der Formel GT ADAC Masters fuhr die Niederländerin bislang sehr erfolgreich, steht sie doch auf dem 9. von insgesamt 21 Rängen. Am kommenden Wochenende hat sie die Chance, sich auf der Strecke ihres Teams, dem Red Bull Ring, zu etablieren. Während Beitske Visser im letzten Jahr die einzige Fahrerin in der Formel ADAC war, tritt sie in diesem Jahr gegen zwei weitere Konkurrentinnen an: Tina Arbinger aus Deutschland (Rennsport Rössler) und Stéphanie Kox aus den Niederlanden (Team KUG Motorsport). Vielleicht weht langsam ein neuer Wind im Rennsport! Wir von JF Motorsport sind zumindest sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen und werden Euch stets auf dem Laufenden halten.

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