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Die Formel-1- Rennstrecke Circuit Gilles-Villeneuve

Großer Preis von Kanada

Quelle: Flickr / nic_r

Der Circuit Gilles-Villeneuve in der kanadischen Stadt Montreal wurde nach dem Rennfahrer Gilles Villeneuve benannt, der in Kanada untrennbar mit der Formel 1 verbunden ist. Villeneuve war anderthalb Jahre vor seinem ersten Sieg auf der kanadischen Rennstrecke in die Formel 1 gewechselt und gewann in den folgenden Jahren sechsmal auf der bekanntesten Strecke seines Heimatlandes. Als der als echter Draufgängertyp bekannte und beim Publikum überaus beliebte Gilles Villeneuve am 8. Mai 1982 bei einem Trainingsunfall auf dem belgischen Circuit Zolder ums Leben kam, wurde die Montrealer Rennstrecke ihm zu Ehren in Circuit Gilles-Villeneuve umbenannt. Sein Sohn Jacques trat einige Jahre später in die Fußstapfen des Vaters und wurde ebenfalls zu einem Publikumsliebling.

Der Circuit Gilles-Villeneuve- Eine Rennstrecke in einer beeindruckenden Umgebung

Circuit Gilles-Villeneuve

Quelle: Flickr / Canuckistan

Der Circuit Gilles-Villeneuve befindet sich auf dem ehemaligen EXPO-Gelände des Jahres 1967. Sie liegt mitten im Sankt-Lorenz-Strom auf einer künstlich aufgeschütteten Insel, wo noch immer Ruderanlagen zu sehen sind, die für die Olympischen Spiele 1976 errichtet wurden. Die Umgebung der Rennstrecke ist beeindruckend, denn neben dem Wasser des Sankt-Lorenz-Stroms und der einzigartigen Montrealer Skyline bestimmen auch unzählige Bäume, vorbeifahrende Schiffe und eindrucksvolle Parkanlagen das Bild rund um den Circuit Gilles-Villeneuve.

Der Circuit Gilles-Villeneuve – Schnell und schikanenreich

Bei der Strecke selbst handelt es sich um eine recht schnelle Piste im Formel-1-Kalender. Geschwindigkeiten über 300 Stundenkilometer sind an vier Stellen möglich, während die von Betonmauern gesäumten Kurven und Schikanen größtenteils sehr schmal und anspruchsvoll sind. Diese Eigenschaften führen insbesondere zu Beginn des Rennwochendes zu einer Vielzahl von Ausrutschern – da der Circuit Gilles-Villeneuve nur zweimal jährlich befahren wird, ist die Piste anfangs noch sehr staubig und rutschig. Vor allem die Bremsen werden im montrealer Rennen stark gefordert, während der wellige Asphalt mit seinem mittleren Gripniveau die Reifen nur mäßig belastet. Berühmt-berüchtigt ist der Circuit Gilles-Villeneuve für die sogenannte “Wall of Champions”, einer Mauer, die sich am Ende der letzten Schikane befindet und seit 1999 diesen Namen trägt – damals landeten nacheinander die Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, Jacques Villeneuve und Damon Hill in der Streckenbegrenzung.

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