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Auf dem Friedhof der Formel 1 Rennstrecken – und wer heute noch dabei ist

Formel 1 Strecke von Bahrain

Bahrain International Circuit. Quelle: Flickr / emifaulk

Tribühne der Avus

Avus Tribühne in Berlin. Quelle: Flickr / wolfB1958

In den frühen 1950ern fand ein Großteil der Formel 1-Rennen auf normalen und öffentlichen Straßen statt (temporäre Strecken), welche dann für die Rennen individuell abgesperrt wurden. Damals gab es zwar schon permanente Formel 1 Strecken, wie den „die grüne Hölle“ genannten Nürburgring in Deutschland oder auch Monza in Italien, doch diese stellten eher Ausnahmen dar. Mit steigenden Pferdestärken wurden auch die Sicherheitsbestimmungen immer intensiver, so dass vielerorts feste Strecken angelegt wurden, um den Anforderungen der FIA genügen zu können.

Von 1950 bis heute wurden die Formel 1-Weltmeisterschaften auf 67 Strecken in insgesamt neun Ländern ausgetragen, davon die meisten in den USA, direkt gefolgt von Frankreich. Die erste WM fand 1950 auf dem Silverstone Circuit in Großbritannien statt, auf welchem auch in diesem Jahr Ende Juni ein Rennen ausgetragen wird.

Tote Strecken und in diesem Jahr verbannte Grand Prix´s

In insgesamt 19 Ländern werden in diesem Jahr Weltmeisterschaftsrennen der Königsklasse ausgetragen. Doch neben der aktuellen Strecke haben auch diese Ländern „Streckenruinen“, welche es zu erwähnen gilt.

In Österreich gab es einerseits den A1-Ring, heute Red Bull Ring genannt, eine permanente Strecke, auf welcher zwischen 1970 und 2003 gefahren wurde. Im Jahre 1964 wurde der GP von Österreich auf dem Flugplatz Zeltweg ausgetragen, was wie der Name schon sagt, jedoch nur eine temporäre Rennstrecke war.

1958 und auch nur in diesem Jahr gab es einen Grand Prix von Marokko, auf dem so genannten Ain-Diac Circuit, welcher temporär auf normalen Landstraßen gefahren wurde.

Frankreich liegt mit sieben Rennstrecken direkt hinter den USA,

In Frankreich auf dem Circuit Bugatti

Circuit de Bugatti. Quelle: Flickr / duky.duke

fünf davon permanent und zwei temporär. Dabei handelt es sich um den Circuit de Reims-Gueux (1950 bis 1966) und die Rouen-les-Essarts (1952 bis 1968), beides Landstraßen, welche 11 und 5 Mal aktiv waren. Die permanenten Rennstrecken des Grand Prix von Frankreich sind der Circuit Bugatti von 1967, der Circuit de Charade in Clermont-Ferrand (1965 bis 1972), der Circuit de Dijon-Prenois (1974 bis 1984), auf welchem auch schon der Grand Prix der Schweiz ausgetragen wurde, der Magny-Cours Circuit in Nevers (1991 bis 2008) sowie der Circuit Paul Richard in Le Castellet, wo zwischen 1971 und 1990 Formel 1 Weltmeisterschaften gefahren wurden.

Die beiden permanenten Rennstrecken des Grand Prix von Südafrika sind zum einen der Kyalami Grand Prix Circuit (1967 bis 1993) sowie der Prince George Circuit in East London.

Der Grand Prix von Schweden fand nur sechs Mal zwischen 1973 und 1978 auf dem Scandinavian Raceway in Anderstorp statt.

In den Niederlanden wurde der Grand Prix der Niederlande zwischen 1952 und 1985 auf dem Circuit Park Zandvoort gefahren.

Zwischen 2005 und 2011 fand der Grand Prix der Türkei auf dem Istanbul Park Circuit statt.

In Portugal auf der ehemaligen F1-Rennstrecke

Circuito do Estoril. Quelle: Flickr / aerostat

In Portugal gibt es zwei permanente und eine temporäre Rennstrecke. Dabei handelt es sich um den Stadtkurs Circuito da Boavista in Porto, welcher zwischen 1958 und 1960 genutzt wurde. Als permanente Strecken wurden für den Grand Prix von Portugal zum einen der Circuito do Estoril (1984 bis 1996) ausgewählt und zum anderen der Monsanto Park in Lissabon (1959).

Der Grand Prix der Schweiz wurde neben Dijon zwischen 1950 und 1954 auf der Bremgarten-Rundstrecke in Bern gefahren.

Im südamerikanischen Argentinien fand zwischen 1953 und 1998 insgesamt 20 Mal der Grand Prix von Argentinien auf dem Autódromo de Buenos Aires statt.

Die Grand Prix Teilnehmer 2013 – und deren ehemalige Strecken

In Amerika auf der aktuellen F1-Rennstrecke

Circuit of the Americas in den USA. Quelle: Flickr / AcousticDimensions

Seit dem Jahre 1986 und bis heute fand der Grand Prix von Ungarn bereits 27 Mal auf dem Hungaroring in Budapest statt.

Der Grand Prix von Australien wird seit ´96 auf dem semi-permanenten Kurs Albert Park Circuit in Melbourne ausgetragen. Vorher, von 1985 bis 1995, fand das Rennen noch auf dem Adelaide Street Circuit statt, ein ebenfalls semi-permanenter Stadtkurs.

In Großbritannien gab es insgesamt schon drei permanente Formel 1 Strecken. In diesem Jahr wird der Grand Prix von Großbritannien in Northamptonshire auf dem Silverstone Circuit ausgetragen. Dort finden die Rennen bereits seit 1950 statt. Abgesehen davon gab es zwischen 1955 und 1962 noch den Aintree Circuit in Liverpool und Brands Hatch in Kent, wo die DTM zu Hause ist. Dort gab es 1983 und 1985 auch den Grand Prix von Europa.

In den USA gab es bereits 10 Austragungsorte für den Grand Prix der USA (zum Teil Unterteilung in West und Ost).

geschichtstträchtige Formel 1 Rennstrecke

Riverside International Raceway. Quelle: Flickr / Pat Durkin – Orange Country, CA

In diesem Jahr (und auch erst seit 2012) findet er auf dem Circuit of The Americas in Austin statt. Aber es gab auch den Caesars Palace Grand Prix Circuit in Las Vegas zwischen 1981 und 1982, den Detroit Street Circuit zwischen ‘82 und ‘88, den Fair Park in Dallas im Jahre 1984, zwischen 1950 und 2007 den Indianapolis Motor Speedway, auf welchem das berühmte Indy 500 jährlich zelebriert wird, den Long Beach Grand Prix Circuit zwischen ‘76 und ‘83, den Phoenix Street Circuit zwischen ‘89 und ‘91, den Riverside International Raceway im Jahre 1960, den Sebring Raceway im Jahre 1959 sowie den Watkins Glen International in New York zwischen ‘61 und ‘80.

Die berliner Avus im Jahre 1959.  Der Grand Prix von Deutschlang ´51

Quelle: Flickr / nevsred

Der Grand Prix von Deutschland schafft es bloß zu insgesamt drei Strecken: Die AVUS in Berlin, welche nur 1959 gefahren wurde sowie die beiden aktiven und bekannten Strecken Hockenheimring Baden Württemberg (1970 bis 2012) und der aktuellen Strecke, dem Nürburgring, welche seit 1951 in Betrieb ist und auch als Grüne Hölle tituliert wird. Dor wurde neben dem Grand Prix von Deutschland auch schon der von Europa und Luxemburg ausgetragen.

Der Grand Prix von Spanien wurde bereits auf drei permanenten, einer semi-permanenten sowie zwei temporären Strecken ausgetragen. Bei Zweiterem handelt es sich um den Stadtkurs Valencia Street Circuit, welcher zwischen 2008 und 2012 insgesamt fünfmal als Austragungsort des Grand Prix von Europa diente. Permanent sind der aktuelle Circuit de Catalunya (seit 1991) in Barcelona, der Circuito del Jarama im Madrid (1968 bis 1981) und der Circuito de Jerez in Jerez de la Frontera (1986 bis 1997). Temporär war der Stadtkurs Circuit de Montjuïc (1969 bis 1975) sowie die Landstraßenstrecke Pedralbes Circuit (1951 bis 1954), beides in Barcelona.

Der linksherum gefahrene Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola war 1980 bis 2006 Austragungsort des Grand Prix von Italien sowie des Grand Prix von San Marino. Der Grand Prix von Pescara fand 1957 auf dem einzig temporären Circuito di Pescara statt. Besonderheit hier ist, dass es sich mit einer Gesamtlänge von fast 26 Kilometern um eine der längsten Formel 1 Rennstrecken handelt, auf welcher lediglich 18 Runden gefahren wurden. Die seit Beginn 1950 bis heute genutzte Strecke ist der Autodromo Nazionale Monza in der gleichnamigen Stadt.

Auf dem Sepang International Circuit findet der Grand Prix von Malaysia seit 1999 bis heute statt.

Der Grand Prix von China wird in diesem Jahr zum 10. Mal, also seit dem Jahre 2004, auf dem Shanghai International Circuit ausgetragen.

Belgien kann drei permanente Strecken vorweisen. Zwischen 1972 und 1974 wurde der Grand Prix von Belgien auf dem Nivelles-Baulers Circuit gefahren, zwischen 1973 und 1984 auf dem Circuit Zolder und von 1950 bis einschließlich dieses Jahr auf dem Circuit de Spa-Francochamps.

In japan mit dem Fuji im Hintergrund

Fuji Speedway. Quelle: Flickr / machu

Japan kann mit insgesamt drei permanenten Rennstrecken glänzen. Der Fuji Speedway in Oyama, Shizuoka war zwischen 1976 und 2008 viermal Austragungsort des Grand Prix von Japan. Der Suzuka International Racing Course ist seit 1987 dabei und auch in diesem Jahr eine der aktuellen Strecken. Auf dem Tanaka International Circuit in Aida fand 1994 und 1995 der Grand Prix des Pazifiks statt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind in diesem Jahr bereits

in Abu Dhabi gehts rund

Yas Marina Circuit in abu Dhabi. Quelle: Flickr / Sarah_Ackerman

zum fünften Mal in Folge bei einer Formel 1 Weltmeisterschaft dabei. Der Grand Prix von Abu Dhabi findet auf dem Yas Marina Circuit statt.

Seit 2008 wird der Grand Prix von Singapur auf dem Marina Bay Street Circuit ausgetragen.

Zum neunten Mal in Folge findet der Grand Prix von Bahrain dieses Jahr auf dem Bahrain International Circuit statt.

In Indien wird die Formel 1 Weltmeisterschaft mit dem Grand Prix von Indien bereits zum dritten Mal auf dem Buddh International Circuit auf dem Greater Noida gefahren.

Kanada hat drei permanente Formel 1 Rennstrecken. Seit 1978 und bis heute findet der Grand Prix von Kanada im schönen Montreal auf dem Circuit Gilles-Villeneuve statt. Zwischen 1968 und 1970 wurde die Weltmeisterschaft auf dem Circuit Mont-Tremblant in Saint-Jovite ausgetragen und von 1967 bis 1977 im Mosport Park in Bowmanville.

Im feurigen Brasilien fuhr man den Grand Prix von Brasilien zwischen 1978 und 1989 auf dem Autódromo Internacional Nelson Piquet in Rio de Janeiro, aktuell und schon seit 1973 jedoch auf dem Interlagos (auch Autódromo José Carlos Pace genannt) in São Paulo.

Seit 2010 wird der Grand Prix von Korea auf dem südkoreanischen Korean International Circuit in Yeongam gefahren.

Der einzige aktuell temporäre Stadtkurs ist der Grand Prix von Monaco auf dem gleichnamigen Circuit de Monaco, welcher schon seit 1950 im Rennprogramm der Formel 1 Weltmeisterschaft steht.

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